Ein spanisches Bankkonto ist nicht in jeder Situation gesetzlich vorgeschrieben. Im Alltag kann es jedoch sehr hilfreich sein.
Viele Zahlungen in Spanien werden per Lastschrift (domiciliación bancaria) abgewickelt, zum Beispiel Strom, Wasser, Internet, Versicherungen oder kommunale Gebühren.
Neben gewöhnlichen Girokonten gibt es auch sogenannte Basiskonten. Rechtmäßig in der Europäischen Union lebende Verbraucher haben grundsätzlich Zugang zu einem Basiskonto; Banken dürfen einen Antrag nicht allein deshalb ablehnen, weil die Person nicht in dem Staat wohnt, in dem die Bank ihren Sitz hat.
Welche Konten, Unterlagen, Gebühren und Bedingungen angeboten werden, entscheidet die jeweilige Bank. Vor der Kontoeröffnung sollten deshalb Preisverzeichnis, Vertragsbedingungen und Identitätsanforderungen genau geprüft werden.
Welche Unterlagen verlangt werden, hängt von der Bank, der gewählten Kontoart und davon ab, ob du in Spanien als Resident oder Nichtresident geführt wirst.
In vielen Fällen solltest du folgende Dokumente bereithalten:
Die Bank darf im Rahmen ihrer gesetzlichen Identitäts- und Geldwäscheprüfungen weitere Unterlagen oder Erklärungen verlangen.
Am besten lässt du dir vor dem Termin von der ausgewählten Bank schriftlich bestätigen, welche Unterlagen für deine persönliche Situation benötigt werden.
In Spanien gibt es sowohl große landesweite Banken als auch regionale Banken (Cajas). Welche Bank die beste ist, hängt von deinen persönlichen Bedürfnissen ab.
| Bank | Besonderheiten |
|---|---|
| Santander | Großes Filialnetz, internationales Angebot |
| BBVA | Sehr gute App und Online-Banking |
| CaixaBank | Sehr viele Filialen und Geldautomaten |
| Banco Sabadell | Beliebt bei vielen Auswanderern |
| Unicaja | Stark in Andalusien vertreten |
| ING España | Kostenlose Kontomodelle je nach Voraussetzungen |
Vor der Kontoeröffnung lohnt sich immer ein Vergleich der Gebühren, Bedingungen und angebotenen Leistungen.
Nicht jedes spanische Bankkonto ist kostenlos. Viele Banken verlangen Kontoführungsgebühren, wenn bestimmte Voraussetzungen nicht erfüllt werden.
Einige Banken verzichten auf Gebühren, wenn beispielsweise regelmäßig Gehalt, Rente oder andere feste Zahlungseingänge auf dem Konto eingehen. Andere bieten spezielle Kontomodelle für Neukunden oder Online-Konten an.
Spanische Banken unterscheiden bei der Kontoeröffnung häufig danach, ob du in Spanien als Resident oder Nichtresident geführt wirst.
Als Resident giltst du für die Bank regelmäßig dann, wenn du deinen gewöhnlichen Wohnsitz in Spanien hast und dies durch entsprechende Unterlagen nachweisen kannst.
Je nach Bank können beispielsweise folgende Nachweise verlangt werden:
Auch Personen, die nicht dauerhaft in Spanien wohnen, können grundsätzlich ein spanisches Bankkonto eröffnen. Die Bank kann jedoch einen Nachweis über den Nichtresidentenstatus verlangen.
Je nach Institut kann dafür beispielsweise eine Bescheinigung über den Nichtresidentenstatus oder eine andere von der Bank akzeptierte Erklärung erforderlich sein.
Konten für Nichtresidenten können andere Gebühren, Vertragsbedingungen oder Prüfpflichten haben als Konten für Personen mit Wohnsitz in Spanien.
Ein Konto als Nichtresident ist nicht automatisch ein Basiskonto. Das gesetzliche Recht auf ein Basiskonto betrifft ein besonderes Kontomodell mit grundlegenden Zahlungsfunktionen.
Nahezu alle spanischen Banken bieten heute ein modernes Online-Banking sowie eine Smartphone-App an. Viele Bankgeschäfte lassen sich bequem von zu Hause oder unterwegs erledigen.
Bei einem spanischen Bankkonto wird häufig eine Debitkarte angeboten. Je nach Bank und Kontomodell kann zusätzlich eine Kreditkarte beantragt werden.
Bei einer Debitkarte wird eine Zahlung grundsätzlich unmittelbar oder sehr zeitnah vom Girokonto abgebucht.
Bei einer Kreditkarte werden Zahlungen je nach Vertrag gesammelt, später abgerechnet oder in Teilbeträgen zurückgezahlt.
Für die Ausgabe und Unterhaltung einer Bankkarte können Gebühren anfallen. Die Höhe und Zahlungsweise müssen sich aus den Vertragsbedingungen und dem Preisverzeichnis der Bank ergeben.
In Spanien ist das Bezahlen mit Karte sehr weit verbreitet. Dennoch kann es sinnvoll sein, etwas Bargeld dabei zu haben – beispielsweise auf Wochenmärkten, in kleinen Geschäften oder in einigen Bars und Restaurants.
Ja. Grundsätzlich können auch deutsche Staatsangehörige ein Konto bei einer spanischen Bank eröffnen. Welche Unterlagen erforderlich sind, hängt von der jeweiligen Bank und der persönlichen Situation ab.
Viele Banken verlangen bei der Kontoeröffnung eine NIE-Nummer. Welche Dokumente akzeptiert werden, solltest du vor dem Termin direkt bei der Bank erfragen.
Ja. Viele Auswanderer nutzen sowohl ein deutsches als auch ein spanisches Konto. Welches Konto im Alltag sinnvoll ist, hängt von Einkommen, Zahlungsverpflichtungen und persönlichen Bedürfnissen ab.
Das ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Sind alle Unterlagen vollständig, kann ein Konto häufig noch am selben Tag eröffnet werden. In anderen Fällen kann die Prüfung einige Tage dauern.
Eine allgemeingültige Empfehlung gibt es nicht. Vergleiche immer Gebühren, Filialnetz, Online-Banking, Kundenservice und die Bedingungen des jeweiligen Kontomodells.
Für die Kontoeröffnung werden häufig weitere Unterlagen oder Behördengänge benötigt. Die folgenden Seiten helfen dir dabei:
Vor dem Termin bei der Bank solltest du möglichst Folgendes bereithalten:
Die Regelungen und Angebote der Banken können sich ändern. Aktuelle Informationen findest du auf den offiziellen Seiten.
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung durch eine Bank oder eine Behörde.